© Ekkehard Freymann

Nagelkreuzzentrum Martin-Luther-Gedächtniskirche

„Wir versuchen, alle Gedanken an Vergeltung zu verbannen.“ (Propst Richard Howard)

Geschichte

Am 14.  und 15. November 1940 zerstörte die Deutsche Luftwaffe die Stadt und Kathedrale im englischen Coventry. In der Ruine der Kathedrale predigte Dompropst Richard Howard zu Weihnachten 1940 ein Nein zur Vergeltung und ein Ja zur Versöhnung. Aus Nägeln, die in den verkohlten Deckenbalken der Kathedrale gefunden wurden, entstand das „Nagelkreuz“, das als Symbol für Versöhnung und für den Dialog zwischen Menschen verschiedener Nationen weltweit in die konkrete Situation von Menschen hineinwirken will.

Im Oktober 1962 kam das Nagelkreuz von Coventry nach Berlin-Tempelhof. Seit 2003 steht es in der 1933 erbauten Martin-Luther-Gedächtniskirche, in der bis heute Symbole der nationalsozialistischen Zeit mit ihrer menschenverachtenden Ideologie sichtbar sind; In der aber auch seit über 70 Jahren Menschen mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen und politischen Einstellungen zur Ehre Gottes in die Gottesdienste kamen.

Gegenwart

Unter dem Motto „Vergeben ohne zu Vergessen“ findet an jedem 4. Freitag im Monat um 18 Uhr in der Kapelle der Martin-Luther-Gedächtniskirche eine Andacht statt, in deren Mittelpunkt das Versöhnungsgebet von Coventry „Vater vergib“ steht. Das Nagelkreuz soll uns zur Wachsamkeit, zur Mahnung, aber auch zur Vergebung und zur Versöhnung bereit machen.

Ausführliche Informationen zum Nagelkreuzzentrum