Viele Wahlen auf der konstituierenden Sitzung der Kreissynode Tempelhof-Schöneberg

Viele Wahlen auf der konstituierenden Sitzung der Kreissynode Tempelhof-Schöneberg

Viele Wahlen auf der konstituierenden Sitzung der Kreissynode Tempelhof-Schöneberg

# Aktuelles

Viele Wahlen auf der konstituierenden Sitzung der Kreissynode Tempelhof-Schöneberg

Die neue Synode des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg wird Freitagabend in der Gemeinde Alt-Tempelhof und Michael mit einem Gottesdienst eröffnet. Tamara Menzel, Ephoralsekretärin im Kirchenkreis, wird im Gottesdienst in ihren Dienst eingeführt.

66 der insgesamt 75 Synodalen sind anwesend und somit ist die Synode beschlussfähig. Unter der Leitung des langjährigen Synodenpräses Manuel Starck konstituiert sich das Parlament. Die Tagesordnung wird bestätigt und die Geschäftsordnung sowie die Satzung wurden jeweils einstimmig angenommen. Damit ist die Synode arbeitsfähig.

Wahl von Präses und Präsidium

Die Wahl eines Präses der Synode steht an: Einzige Kandidatin ist Claudia Bühler. Sie wird mit sehr großer Mehrheit - 65 von 66 Stimmen - gewählt.

Als stellvertretende Präses kandidieren Dr. Annette Fugmann-Heesing aus der Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen und Tobias Kapp aus der Kirchengemeinde Alt-Tempelhof und Michael.  Dr. Annette Fugmann-Heesing erhält 58 Stimmen. Tobias Kapp wird mit 64 Ja Stimmen bei zwei Enthaltungen gewählt.

Mit einem herzlichen Dank und stehendem Applaus wird der langjährige Synodenpräses Manuel Starck verabschiedet. 24 Jahre hatte er das Amt inne. Manuel Starck erinnert auch an die erfolgreiche Fusion von Schöneberg und Tempelhof zum heutigen Kirchenkreis.

Bericht des Superintendenten und Wahl der Stellvertretung

Die Synode setzt mit dem Bericht des Kreiskirchenrats, gehalten von Superintendent Michael Raddatz, ihre Tagung fort. Hier können Sie den vollständigen Bericht nachlesen. 

Im Anschluss wird Martina Steffen-Elis als bisherige stellvertretende Superintendentin und Klaus Meinig, der den Vorsitz des Haushaltsausschusses abgibt mit großem Dank verabschiedet. Als stellvertretende Superintendentin schlägt Superintendent Michael Raddatz die bisherige Stellvertreterin Pfarrerin Juliane Göwecke vor. Sie wird mit großer Mehrheit bei drei Enthaltungen gewählt. 

In die Vorschlagskommission zur Neubesetzung des Superintendentenamtes werden Theresa Brückner, Claudia Bühler, Sabine Damm-Jahn, Tobias Kapp und Sebastian Brendel gewählt. Diese Kommission wird von der Synode bereits jetzt bestimmt, auch wenn sie ihre Arbeit aller Voraussicht nach erst in einigen Jahren aufnehmen muss.

Zusammenarbeit mit der Bezirkspolitik

Die Synodentag am Samstag wird mit einer Andacht von Pfarrer Alexander Benatar eröffnet. Im Anschluss spricht Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann zu den Synodalen und dankt für das große Engagement der Ehrenamtlichen in den Gemeinden. Bemerkenswert sei es, dass die Synode paritätisch - mit 37 Frauen und 37 Männern - besetzt sei. Der soziale Gedanke in unserer Gesellschaft müsse gestärkt werden, betont der Bezirksbürgermeister. Verbände, Politik und Kirche könnten gemeinsam den politischen Druck erhöhen. Mietobergrenzen und die Anwendung der Vermögenssteuer fordert der Bezirksbürgermeister und dankt dem Kirchenkreis für die gute Zusammenarbeit. „Die gute Vernetzung zwischen Kirchenkreis und Bezirk seien spürbar für die Menschen im Bezirk“, sagt Jörn Oltmann.

„Sie haben uns das Thema Einsamkeit immer wieder ans Herz gelegt“, betont Superintendent Michael Raddatz. Um die Zugänglichkeit zur Seelsorge auch für dieses Thema zu erleichtern, gründen zur Zeit die Pfarrpersonen des Kirchenkreises das Netzwerk „Seelsorge.Berlin“. Über ein digitales Portal können in Zukunft Seelsorgende „gebucht“ werden.

Wahl zum Kreiskirchenrat

14 Plätze sind im Kreiskirchenrat zu vergeben. Superintendent Raddatz, Präses Bühler und die stellvertretende Superintendentin Göwecke sind aufgrund ihres Amtes „geborene“ Mitglieder. Für die Pfarrpersonen im Gemeindedienst wird Roland Wieloch bei einer Enthaltung gewählt, seine Stellvertreterin ist die Pfarrerin Axinia Schönfeld.

Kreiskantor Sebastian Brendel wird für die nicht ordinierten Mitarbeiter*innen bei einer Enthaltung gewählt, ebenso Jens-Martin Krüger mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen. Ihre Stellvertretung übernehmen die Leiterin des Tempelhofer Familienzentrums Astrid List sowie Annette Wodinski gewählt.

Um die 8 Plätze der Mitglieder, die nicht bei kirchlichen Körperschaften und Werken arbeiten, bewerben sich 16 Synodale. Die Synode wählt Klaus Meinig, Dr. Annette Fugmann-Heesing, Janice Gasch, Sabine Damm-Jahn, Theresa Schulz-Ebschbach, Joris Pelz, Dirk Stöwer und Katja Dauß. Stellvertretende sind Verse Kirsch und Matthias Altfeld. Herzlicher Dank gilt ihnen und den anderen Kandidat*innen für ihre Kandidatur und die Bereitschaft, im Kirchenkreis Verantwortung zu übernehmen!

Der Vorschlag des Präsidiums zur Besetzung des Haushaltsausschusses wird einstimmig angenommen und Joris Pelz wird Vorsitzender dieses Gremiums.

Wahl der Landessynodalen, Ausschüsse und Beauftragungen

Claudia Bühler und Tobias Kapp werden mit 68 und 66 Stimmen als Landessynodale gewählt. Fritz Bauer wird für Claudia Bühler erster Stellvertreter, Katja Daus zweite. Erste Stellvertreterin für Tobias Kapp ist Ellen Seckinger, Theresa  Schulz-Ebschbach vertritt als zweite.

Die Synode wählt Theresa Brückner als Hauptamtliche mit 57 Stimmen in die Landessynode. Die stellvertretende Superintendentin Juliane Göwecke wird als erste, Oliver Wegscheider als zweite Stellvertretung gewählt.  

Die Synode bestätigt das Verfahren für den Bauausschuss und die Arbeitsgruppe Rechnungsprüfung. Die Arbeitsgruppe Arbeitsschutz soll vom KKR bestimmt werden.

Das Parlament stimmt über synodale Beauftragungen ab: Für Diakonie und Seelsorge wird Geertje-Froken Bolle gewählt, die Gedenkstätten- und Erinnerungsarbeit übernimmt Dr. Stefanie Sippel, Ökumene und Mission Jens-Martin Krüger. Den Interreligiösen Dialog verantwortet weiterhin Martina Steffen-Elis, Fairnessbeauftragte bleibt Sabine Damm-Jahn. Die Beauftragung für Flucht und Integration konnte nicht besetzt werden.

Compliance-Richtlinie und Pfingstmontag

Die Compliance-Richtlinie bietet allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden Orientierung und die stellvertretende Superintendentin Juliane Göwecke stellte sie der Synode in Grundzügen vor. Sie werde in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf erstellt. Die Arbeitsgruppe hat Checklisten erarbeitet, die praktische Hilfestellung für den Alltag geben können. Interessenskonflikte sollen klar benannt und eine „gute Fehlerkultur“ etabliert werden. Zur Herbstsynode soll die Compliance Richtlinie vorgestellt, diskutiert und zur Abstimmung gebracht werden.

Die Entscheidung über den Kollektenzweck des Pfingstmontagsgottesdiensts vor dem Schöneberger Rathaus delegiert die Synode an das Vorbereitungsteam des Pfingstmontags. 


Für ein paar Bildeindrücke im nachfolgenden Instagram-Post blättern:

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