Sicher im Berliner Alltag: Polizei-Präventionsteam schult Senior*innen

Sicher im Berliner Alltag: Polizei-Präventionsteam schult Senior*innen

Sicher im Berliner Alltag: Polizei-Präventionsteam schult Senior*innen

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Sicher im Berliner Alltag: Polizei-Präventionsteam schult Senior*innen

Der Kirchenkreis öffnete seine Türen: Die Tempelhofer Polizei vom Abschnitt 44 war zu Besuch im Kirchenkreiszentrum und bot gemeinsam mit der kreiskirchlichen Arbeit für Menschen ab 55 plus eine Präventionsschulung rund um die eigene Sicherheit älterer Menschen an. Gekommen waren Menschen ab 70 plus – aus den Seniorenkreisen der Gemeinden, der Tagespflegestätte und von „Glaube und Demenz“. 90 Minuten rund um die eigene Sicherheit in der Wohnung, auf öffentlichen Straßen – in Bus und Bahn, da war für die 30 Besucher*innen viel Neues dabei.

In Zeiten von schnell fahrenden E-Rollern auf Gehwegen ist es gerade für viele ältere Menschen auf den Straßen schwierig. „Meiden Sie solche Strecken“, raten die Polizistinnen Maresa Strehl und Stefanie Zillmer. Oft gebe es Alternativen. Straßen über Ampel- und Fußgängerüberwege zu überqueren und reflektierende Kleidung zu tragen, helfe gerade bei Dämmerung und Dunkelheit sichtbar zu sein.

Kriminelle erzählen gerne Geschichten mit „Stressfaktor“, betonten die Polizistinnen. Den Teilnehmenden waren sogenannte „Stress-Anrufe“ bekannt. Der Klassiker: Ein Verwandter habe einen Verkehrsunfall verursacht, sei in Gewahrsam und kann nur mit einer fünfstelligen Kautionssumme freigelassen werden. Das Geld könne ein Polizist selbstverständlich bei den Angerufenen abholen. „Die Polizei will nie ihr Geld“, klärten die Polizistinnen auf. „Einfach bei so einem Anruf auflegen“ fanden die Senior*innen.

Auch das Öffnen der Wohnungstür - eine tägliche Routine - kann für ältere Menschen gefährlich werden. Ein sogenannter Nachbar verschafft sich gewaltsam Zugang zur Wohnung. Den Kriminellen sei es dabei völlig egal, ob die älteren Menschen stürzen und sich schwer verletzen, schildern die Polizistinnen vom Präventionsteam ihre Erfahrungen.    

Wie erfindungsreich Kriminelle sein können, das wissen die Polizistinnen aus ihrer täglichen Praxis. Ein besonders perfides Beispiel: Zwei Frauen klingeln an der Wohnungstür, geben vor, der Pflegegrad müsse überprüft werden, ob sie mal reinkommen könnten? Während eine Person sich mit der Bewohner*in und den persönlichen Unterlagen beschäftigt, räumt die andere Person Geld und Wertgegenstände aus der Wohnung, so schildern die Polizistinnen den Verlauf.

Vorsicht sei immer besser als Nachsicht. Einen Rat geben die beiden Polizistinnen noch den Senior*innen mit auf den Weg: „Seien Sie wachsam mit allen Sinnen“, raten sie, „und fragen Sie bei anderen Menschen nach, ob das, was die Kriminellen vorgeben, stimmt“. Denn das mögen Kriminelle nicht und verschwinden manchmal ganz schnell.

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