"Das Euthanasie-Verbrechen an meiner Großmutter" - Vortrag & Gespräch mit Antje Kibelka

"Das Euthanasie-Verbrechen an meiner Großmutter" - Vortrag & Gespräch mit Antje Kibelka

"Das Euthanasie-Verbrechen an meiner Großmutter" - Vortrag & Gespräch mit Antje Kibelka

# Aktuelles

"Das Euthanasie-Verbrechen an meiner Großmutter" - Vortrag & Gespräch mit Antje Kibelka

Antje Kibelka erzählt die beispielhaft mahnende Geschichte ihrer Großmutter, die Opfer der Euthanasieverbrechen im nationalsozialistischen Deutschland wurde.

Ein Familienschicksal

Antje Kibelkas Großmutter, Lina Frieda Kögel, wurde 1941 in Bernburg in einer Gaskammer getötet, nachdem sie zuvor zwangssterilisiert und als „unbrauchbar“ abgestempelt worden war. In der Familie wurde darüber jahrzehntelang geschwiegen. Erst als Erwachsene hat Antje Kibelka das Schicksal ihrer Großmutter recherchiert und veranlasst, dass für sie ein Stolperstein verlegt wurde. Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie, um an die Opfer der Euthanasie-Verbrechen der Nationalsozialisten zu erinnern und gegen das Vergessen einzutreten.

Historischer Hintergrund: Aktion T4

Zwischen 1940 und 1943 wurden in zentralen NS-Tötungsanstalten (u.a. Bernburg) mehr als 14.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen im Rahmen der systematischen „Aktion T4“ ermordet. Ärzte, Pflegekräfte und Juristen gestalteten dieses Verbrechen bürokratisch und perfide – ein Staatsmord an Wehrlosen, der jahrzehntelang im großen Schweigen der Familien und der Öffentlichkeit verborgen blieb.

Vortrag und Gespräch am 3. September, 19:30 Uhr
Johanna und Jochen Klepper Haus • Gemeindesaal (2. Stock)
Rathausstraße 28, 12105 Berlin-Mariendorf

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