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Auf dem Weg zu einem fairen Kirchenkreis – die Kreissynode hat getagt

Auf dem Weg zu einem fairen Kirchenkreis – die Kreissynode hat getagt


# Aktuelles
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Montag, 8. November 2021, 17:22 Uhr
Auf dem Weg zu einem fairen Kirchenkreis – die Kreissynode hat getagt

Die Kreissynode Tempelhof-Schöneberg hat auf ihrer Herbsttagung ein hybrides Konzept ausprobiert: Am Freitag trafen sich die Synodalen zu Gottesdienst, Bericht aus dem Kreiskirchenrat (KKR) und Impulsvortrag in persona in der Glaubenskirche der Gemeinde Alt-Tempelhof und Michael, am Sonnabend kam die Synode wie gewohnt im Zoom zusammen. Schwerpunktthema war die Bewerbung um das landeskirchliche Siegel „Fairer Kirchenkreis“, weiter standen Finanz-, Stellen- und Kollektenplan, die Bestätigung der Stellvertretung im Superintendentenamt und wenige Nachwahlen auf dem Plan.

Nach einem anregenden Gottesdienst mit interessanten Auslegungen zum Psalm 85 durch Jugendliche der gastgebenden Gemeinde und Superintendent Michael Raddatz ging es mit dem Bericht aus dem KKR weiter. In einem kompakten Infoblock stellte der Superintendent die wichtigsten Veränderungen und Entwicklungen des letzten halben Jahres dar. Am Ende der Rede stand der Dank an alle Mitglieder des KKR, an Präses und Präsidium der Synode und an alle Mitarbeitenden und Synodalen.  

Im Anschluss führte der Impulsvortrag von Beate Corbach (Umweltbüro der EKBO) die Synode zu ihrem Schwerpunktthema. Sie stellte darin das Zertifizierungsprogramm „Faire Gemeinde“ vor. In vielen Einrichtungen der EKBO gibt es bereits Bemühungen in Richtung Fairness und Umweltschutz, die vor allem strategisch aufgestellt und gebündelt werden müssen. Dabei gliedern sich die Anforderungen in vier Bereiche: bewusst konsumieren, nachhaltig wirtschaften, global denken und handeln, sozial handeln.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Synodalen Möglichkeit zum lang-vermissten persönlichen synodalen Austausch, natürlich unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneregeln.

Sonnabend begann die Synodensitzung per Zoom. Als erstes wurde hier das Leitungsteam des Kirchenkreises nach dem Weggang von Florian Kunz wieder vervollständigt und Pfarrerin Juliane Göwecke als stellvertretende Superintendentin (im Team mit Pfarrerin Martina Steffen-Eliş) mit 25 % Stellenanteil bestätigt.  

Danach hörte die Synode die Impulse der Gemeinde Marienfelde, die bereits als faire Gemeinde anerkannt ist, und von Superintendentin Dr. Katrin Rudolph aus dem Kirchenkreis Zossen-Fläming, mit dem der KKTS bei der Zertifizierung kooperieren will. In der anschließenden Gruppenarbeitsphase konnten sich die Synodalen zu Fragen rund um den Prozess austauschen. Dabei wurden die Gemeinden stärker in den Fokus gerückt und ausdrücklich eingeladen, sich mit dem Zertifizierungsprozess „nachdenklich, inspirierend, lustvoll und ungewöhnlich“ zu beschäftigen. Die Synode sah es als große Chance, hier mit Gemeinden und Kirchenkreis gemeinsam für eine fairere Welt zu agieren. Entsprechend wurde mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich der Kirchenkreis um das Siegel „Fairer Kirchenkreis“ in Kooperation mit seinem Nachbarkirchenkreis Zossen-Fläming bewirbt. Koordiniert wird die nachbarschaftliche Bewerbung durch eine gemeinsamen Steuerungsgruppe, der aus Tempelhof-Schöneberg Sabine Damm-Jahn, Jens Martin Krüger, Dirk Möller, Andrea Pohl, Superintendent Michael Raddatz sowie ein weiteres, noch aus dem KJK zu benennendes Mitglied angehören.  

Um Personen ging es auch beim nächsten Tagesordnungspunkt: In der Gruppe der Pfarrer*innen wurde Roland Wieloch in den KKR berufen, seine Stellvertretung konnte mangels Kandidat*innen nicht gewählt werden. In der Gruppe der beruflichen Mitarbeitenden wurde Ingrid Klein als erste und Jens Martin Krüger als zweite Stellvertretung gewählt.

Auf der Frühjahrsynode 2021 hatte es Arbeitsgruppen zu mehreren Themen gegeben. Hierzu wurde an unterschiedlichen Stellen weiter gearbeitet und der Synode berichtet:

  • Die Gemeinden sind aufgefordert, die Kindercharta bis Ostern 2022 zu beraten und/oder zu modifizieren. Die Ergebnisse der Gemeinden werden am 10. Juni 2022 auf einem Kindergipfel auf dem Campus Götzstraße beraten, die Charta soll dort verabschiedet werden.
  • Die Überarbeitung der Finanzsatzung gestaltet sich schwierig aufgrund rechtlicher Änderungen und gesamtkirchlicher Entwicklungen. Es kann sein, dass die für die Frühjahrssynode geplante Abstimmung über eine neue Satzung dadurch unmöglich wird.
  • Es soll 2022 eine Querschnittsvisitation der Arbeit mit Kinder und Jugendlichen geben. Die Wahrnehmung anderer auf dem Arbeitsfeld soll zu neuen Ideen und Vernetzung inspirieren. Die Ergebnisse der Visitation werden auf der Frühjahrsynode 2023 vorgestellt. Außerdem ist ein Netzwerkpreis für Kooperationen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die dem Gemeindeaufbau dienen, geplant.
  • Die auf der Frühjahrssynode beschlossene Stelle zur Unterstützung beim Thema Bau und Immobilien kann vorerst aufgrund von Änderungen beim Umsatzsteueranpassungsgesetz nicht ausgeschrieben werden. Eine gemeinsame Baustrategie mit dem Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf wird zur Frühjahrssynode angestrebt.

Danach hatte die Synode noch über viel Geld zu befinden: Der Stellen- und Haushaltsplan 2022 wurde beschlossen. Besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Doris Hoppen vom Kirchlichen Verwaltungsamt und Klaus Meinig als Vorsitzendem des Finanzausschusses. Auch der Kollektenplan fand nach kurzer Diskussion die Zustimmung der Synodalen.