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Angriffe zu Ostern: Gemeinde Alt-Schöneberg verurteilt Vandalismus

Angriffe zu Ostern: Gemeinde Alt-Schöneberg verurteilt Vandalismus


# Aktuelles
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Donnerstag, 8. April 2021, 13:23 Uhr
Angriffe zu Ostern: Gemeinde Alt-Schöneberg verurteilt Vandalismus

Am Ostersonntag wurde der Online-Gottesdienst der Gemeinde durch eine Zoom-Bombing-Attacke massiv gestört. In der Nacht nach Ostermontag ist zudem ein Regenbogen-Banner der Gemeinde zerschnitten worden. Die Gemeindekirchenrats-Vorsitzende Susanne Grünberg verurteilt die Angriffe.

Am Ostersonntag, dem 4. April 2021, wurde der Online-Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Schöneberg, der auf der Plattform Zoom stattfand, von einem oder mehreren unbekannten Angreifenden massiv gestört. Während der für alle Interessierten offenen Zoom-Konferenz wurde ein Video mit einem vorab aufgezeichneten Gottesdienst gezeigt. Dieser wurde von den Eindringlingen, die sich unter Pseudonym Zugang zur Konferenz verschafft hatten, unterbrochen: sie zeichneten anstößige Symbole wie Hakenkreuze und Geschlechtsteile, spielten störende Musik und „Anti-Merkel“-Videos ab und brüllten unartikuliert ins Mikrofon. Der Gottesdienst musste abgebrochen werden.

In der Nacht vom 5. auf den 6. April 2021 kam es zu einem weiteren Angriff auf die Kirchengemeinde: Ein zu Ostern platziertes Regenbogen-Banner mit der Aufschrift „Segen“, das vor den beiden Kirchen der Gemeinde in der Schöneberger Hauptstraße angebracht worden war, ist am Dienstagmorgen zerschnitten aufgefunden worden.

In beiden Fällen hat die Gemeinde Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, ist bislang nicht geklärt.

Der Zoom-Bombing-Angriff auf den Ostersonntagsgottesdienst ähnelte nach Aussagen von Teilnehmenden einem Angriff, der sich im vergangenen November bei einem Zoom-Gottesdienst des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg ereignet hat. Auch hier wurden verfassungswidrige und obszöne Symbole in ein laufendes Screensharing eingebracht. 

„Wir sind alle geschockt und traurig über diese eklatanten Verletzungen unseres Grundrechtes auf Religionsausübung“, sagt Susanne Grünberg, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Alt-Schöneberg. Die Gemeinde stehe für Offenheit und Toleranz und sei bestürzt, dass diese Werte angegriffen wurden. Grünberg weiter: „Wir werden jetzt gemeinsam mit dem Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg prüfen, wie wir unsere Online-Gottesdienste technisch sicherer gestalten können, ohne die Offenheit dieses Formates aufgeben zu müssen. Gerade in Zeiten der Pandemie, in denen das gewohnte Zusammenkommen zum Gottesdienst nicht möglich ist, wird sich die Gemeinde virtuelle Formate der gemeindlichen Begegnung nicht nehmen lassen.“