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Synode: Berichte, Entscheidungen, Beschlüsse

Synode: Berichte, Entscheidungen, Beschlüsse


# Aktuelles
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Dienstag, 23. März 2021, 10:00 Uhr
Synode: Berichte, Entscheidungen, Beschlüsse

Die diesjährige Synode hatten zwei Themen im Blick: Kinder und Jugendliche in unseren Gemeinden und die Frage von Gebäuden und Entwicklungplänen. Hier können Sie Berichte, Entscheidungen und Beschlüsse nachlesen.

SYNODENTAG 1

Gottesdienst und Einführungen

Die Synode des Kirchenkreises Tempelhof-Schöneberg fand am 19. und 20. März mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugend in unseren Gemeinden und zum Thema Bau und Gebäude statt. Getagt wurde aufgrund der Pandemie ausschließlich digital. Jugendliche aus dem Kreisjugendkonvent eröffneten die Kreissynode mit einem großartigen digitalen Gottesdienst zum Thema Jugend. Hier können Sie diesen sehr gelungenen Videogottesdienst sehen.

Außerdem wurden in diesem Gottesdienst die Mitarbeiterinnen aus dem Geistlichen Zentrum für Menschen mit Demenz und deren Angehörige, Pfarrerin Gertje Bolle, Tanja Nentwich und Kerstin Abroscheit eingeführt sowie die Pfarrer*innen Theresa Brückner, Andrea Kuhla und Marcel Borchers. Hier können Sie den wunderbaren Video-Einführungsgottesdienst sehen.

Grußworte, Formalia

Ebenfalls digital besuchte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler am Freitagabend die Synode und schilderte in ihrem Grußwort die vielen positiven Effekte der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen durch das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg. Sie warb noch einmal vehement dafür, die Rückmeldungen der Jugendlichen, die im Gottesdienst zur Sprache kamen, ernst zu nehmen. Auch das Interesse, bei den kirchlichen Immobilien über Kooperationen mit dem Bezirk nachzudenken, sprach die Bürgermeisterin an. Damit waren die beiden Themen der Synode, Gebäudeentwicklung sowie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gesetzt. Zum zweiten Thema sprach Landesjugendpfarrerin Julia Daser ein Grußwort. Als neue Synodale legten Klaus-Michael Puls, Marianne Youett und Jörg Freudenberg ihr Synodalversprechen ab.


Bericht des Superintendenten

In seinem Bericht vor der Synode sprach Superintendent Raddatz über die neuesten Entwicklungen im Kirchenkreis, personelle Neubesetzungen und Zukunftsziele. Hier können Sie den Bericht nachlesen. Der Haushaltsausschuss informierte über pandemiebedingt veränderte Finanzzuweisungen und aktuelle Entwicklungen, die sich durch Beschlüsse der EKBO-Synode z.B. beim Klimaschutz ergeben.

Viel Aufmerksamkeit bekam die Vorstellung der Baustrategien durch den stellvertretenden Superintendenten Florian Kunz und die Baubeauftragte des Kirchenkreises, Anne Schoening: Vor allem die Versorgung bei der Wartung von Gebäuden wurde als wichtige Daseinsvorsorge beschrieben.


Beauftragungen und Vertretungen

Folgende Beauftragungen sprach die Synode aus: Die Vertretung des Superintendenten im Verwaltungsrat des Kirchlichen Verwaltungsamtes in Berlin Mitte-West übernimmt Klaus Meinig. Für die Stiftung Diakonie und Nächstenliebe wurde die stellvertretende Superintendentin Martina Steffen-Eliş ins Kuratorium gewählt. Für den Jugendhilfeausschuss der BVV wurde Christina Kettler vorgeschlagen, vorbehaltlich des Votums des Kreisjugendkonventes. Dem Aufsichtsrat Kitaverband gehören Michael Raddatz, Dirk Stoewer, Roland Wieloch und Florian Kunz an, Annette Fugmann-Heesing und Dirk Stoewer wurden in die Vertreterversammlung entsendet. Den Vereinen Asyl in der Kirche, Kirche im Gefängnis, Berliner Arbeitslosenzentrum und Otto-Dibelius Diakonie e.V. sowie der DWBO Mitgliederversammlung gehört als Vertreterin des Kirchenkreises Martina Steffen-Eliş an. Florian Kunz vertritt den Kirchenkreis in der Mitgliederversammlung des Gustav-Adolf-Werkes. Gabriela Graf gehört in Zukunft dem Beirat der Stiftung Diakonie und Nächstenliebe an sowie dem Kitaverband-Aufsichtsrat. Im Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin wird Michael Volz den Kirchenkreis vertreten.      

SYNODENTAG 2:

Der zweite Synodentag begann zunächst mit einer Andacht, die von den kreiskirchlichen Mitarbeitenden der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hanna Warsow, Sven Steinbach und Jens-Martin Krüger gestaltet wurde.

Das Thema Kinder und Jugend wurde durch die Mitglieder des Kreisjugendkonventes (KJK) Tobias Kapp, Vivienne Lamboy und Kiano Marco Hause vorgestellt. Dabei sprechen die Zahlen für sich; allein 11.000 Kinder und Jugendliche gibt es in unserem Kirchenkreis. Aber spiegelt sich das im Gemeindeleben und in den Angeboten wieder? Zweifel sind angebracht, denn knapp 1.000 Jugendliche sind im Konferalter in unserem Kirchenkreis, doch lediglich ein Drittel lässt sich konfirmieren.


Knapp 20 Prozent sind jünger als 20


Dass knapp 20 Prozent der Gemeinde jünger als 20 Jahre sind, spiegelt sich kaum wider, denn die Zahl der Jugendlichen, die am Gemeindeleben teilnehmen, ist gering. Woran das liegt, haben Jugendliche zusammen getragen und in einem Video den Synodalen kritisch und sehr klar aufgezeigt. Wie ernst werden Jugendliche mit ihren Anliegen genommen? Wie offen sind Gemeinden? Welches Bild vermitteln sie den Jüngeren? Kurze Interviews mit jungen Erwachsenen, die früher in der Ev. Kirche waren, vermittelten einen Eindruck, warum sie im kirchlichen Leben entweder wenig Anschluss fanden oder dieses nicht zeitgemäß erlebten.

„Wenn Erwachsene auf uns zukamen, wurden wir als Hilfskräfte gebraucht, Bänke schleppen oder ähnliches“, resümierte ein Jugendlicher seine Erfahrungen. Wie wichtig Jugendarbeit für die Gemeinden und die Kirche ist, liegt für Jugendliche und junge Menschen mit Blick auf eine Kirche der Zukunft auf der Hand. Die Kirche muss sich an den Wandel der Zeit anpassen, beschrieben die Jugendlichen ihre Erfahrungen. Unpassend scheint dafür der hierarchische Aufbau. Weitere Erfahrungen mit Kirche vor Ort: Die Kirche hat ein Marketingproblem!

Anträge und Beschlüsse

In knapp zwei Stunden und insgesamt sechs Arbeitsgruppen wurde über die beiden Synodenthemen intensiv beraten: Folgende Anträge wurden beschlossen:

Arbeitsgruppe „Welchen konkreten Bedarf gibt es bei den Gemeinden für den notwendigen Support bei Instandhaltung und technischer Hausverwaltung ihrer Gebäude?“:

Die Synode beauftragt den Kreiskirchenrat zu prüfen, ob eine Stelle (100 % RAZ) für technische Baubetreuung geschaffen werden kann. Es soll weiter geprüft werden, ob diese Stelle auch für Aufgaben im Kitaverband eingerichtet werden kann. Bei positiver Prüfung möge der KKR diese Stelle auch einrichten.

Daneben soll diese Stelle auch als Ansprechpartner*in für die Umsetzung der Klimaschutzplanung dienen.

Die Synode bittet den Kreiskirchenrat weiterhin eine Kooperation mit der HWS oder eine alternativen Lösung zu prüfen und ggfs. zu vereinbaren, damit künftig Gemeinden pilothaft Hausverwaltungsaufgaben an diese übertragen können. Für diese Fälle soll die Beitragssatzung angepasst werden.

Im Hinblick auf die Anpassung der bisherigen Finanzsatzung an die zusätzlichen Anforderungen im Bereich Baubetreuung, technische Hausverwaltung und Klimaschutz bittet die Synode den Kreiskirchlichen Haushaltsausschuss in Zusammenarbeit mit den baufachlichen Akteur*innen des Kirchenkreises die Zuweisungshöhe und den Verteilungsschlüssel im Bereich Bau neu zu konzipieren.  

Arbeitsgruppe „Beteiligung von Jugendlichen in kirchlichen Gremien - Partizipation und Kommunikation; Intergenerationeller Austausch, Strukturen und Modernisierung“:

Die Synode beschließt, dass eine Arbeitsgruppe bestehend aus Entsandten:

  • Vier aus dem KJK, 
  • Vier Synodale - darunter Zwei aus dem KKR,
  • Eine/r aus der AKJ
  • Eine/r aus der HAK

berufen wird, die bis zur nächsten Synode einen Fahrplan/Prozess in Bezug auf Partizipation (u.a. Stellenbesetzungen, Kirchliche Fragen, Strategie Prozessen) erarbeitet, um ihn auf der nächsten Synode zu beschließen. Die AKJ wird beauftragt, zur ersten Sitzung im April einzuladen.

Die Synode beschließt, Petra Steinborn und Dr. Klaus Wittmann in die Arbeitsgruppe zu entsenden.  

Arbeitsgruppe „Arbeit mit Kindern - Wie könnte eine Beteiligung von Kindern erreicht werden?“:

Die Kreissynode Tempelhof-Schöneberg fordert die Gemeinden auf, die Kindercharta bis Ostern 2022 zu beraten und/oder zu modifizieren. An diesem Prozess sollen Vertreter*innen der leitenden Gremien (GKR, GJR, GJV, RJR, GBR) Kinder (bis 12 Jahre) und ggf. auch Kindertagesstätten beteiligt sein. Die Arbeitsstelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen steht bei Bedarf den Gemeinden beratend zur Seite. 

Die Ergebnisse der Gemeinden sollen im Frühjahr/Sommer 2022 auf einem Kindergipfel beraten und im Herbst desselben Jahres der Kreissynode vorgestellt werden.  

Arbeitsgruppe „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen - Bedeutung für den Gemeindeaufbau“:

Das Thema Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie Gemeindeaufbau wird in zwei Jahren von der Synode wieder aufgerufen, um zu sehen, was sich verändert hat. Die Teilnehmer*innen der AG unter Leitung des Arbeitsbereiches Theologie der Stadt, die dazu bereit sind, werden bis zur Herbstsynode 2021 einen Vorschlag ausarbeiten.

Die Synode beauftragt den KKR bis zur Herbstsynode 2021 einen Entwurf für einen Netzwerk-Preis zu entwickeln, der die Gemeinden motiviert, Vernetzungen jenseits der eigenen Kirchenblase zu schaffen und dieses auch überprüfbar zu machen.

Mit einem Dank an die Synodalen und an alle Mitarbeiter*innen, die diese erneut digital durchgeführte Tagung möglich gemacht haben, beschloss das Präsidium die Frühjahrssynode 2021.