Erster Tag der digitalen Kreissynode

Erster Tag der digitalen Kreissynode


# Aktuelles
Datum der Veröffentlichung Veröffentlicht am Samstag, 7. November 2020, 14:00 Uhr
Erster Tag der digitalen Kreissynode

Von langer Hand geplant startete heute die digitale Kreissynode, abgehalten als Zoomkonferenz. Besonders interessant ist dies, da es sich um eine Wahlsynode handelt. Mit dem Live-Voting-Tool Polyas wurde dafür das passende Werkzeug gefunden.

Die Tagung begann mit einem vorweg aufgezeichneten Gottesdienst. Pfarrer Florian Kunz, Naemi Stephansson und Cosima Dohnanyi (zwei Jugendliche aus der Schönen Mitte) sowie Kantor Sebastian Brendel gestalteten diesen berührend und videokonform. Als Kollekte wurde zu Spenden für das wunderbare Leierkasten-Projekt des Geistlichen Zentrums Demenz aufgerufen. Hier ist der Kollekten-Link.

Mit viel Ruhe leitete Präses Manuel Starck die Tagung. Nur beim Synodalversprechen wurde es laut: Die neuen Synodalen schalteten gleichzeitig ihr Mikro an und gaben das Versprechen ab. Danach ging es an die ersten Abstimmungen: Satzung und Geschäftsordnung mussten bestätigt werden, beides lief glatt durch, die Geschäftsordnung mit einer kleinen Änderung.

Das Präsidium der Synode musste im Anschluss gewählt werden. Präses Manuel Starck wurde mit 46 Stimmen im Amt bestätigt, doch die anderen Mitglieder des Präsidiums standen nicht mehr zur Wahl. An ihrer Stelle wurden Dr. Annette Fugmann-Heesing aus der Gemeinde Zum Heilsbronnen und Tobias Kapp als Vertreter des KJK ins neue Präsidium gewählt.

Es folgte der Bericht von Superintendent Michael Raddatz. Hierbei stellte er vor allem die Interaktion und Vernetzung zwischen Kirchenkreis und Gemeinden dar, die zur Schaffung einer kreiskirchlichen Identität essentiell ist. Während einerseits gemeindliches und seelsorgerliches Handeln gestärkt wird, müssen gleichzeitig Aufgaben an den Kirchenkreis ausgelagert werden, für die auf gemeindlicher Ebene die Ressourcen fehlen. Das kann jedoch nur in enger Kooperation mit den Gemeinden gelingen. Zu nennen wären hier z.B. die Entwicklung einer Baustrategie, die Bündelung der Demenzarbeit im Geistlichen Zentrum oder auch das neue Projekt „Segensbüro“, ein Kooperationsprojekt mit den Kirchenkreisen Neukölln und Stadtmitte. Hier schafft der Kirchenkreis sogenannte 3. Orte, und hat damit sehr erfolgreich Fördermittel eingeworben. Grundlegend dafür sind auch die Digitalität und social-media-Kompetenz im Kirchenkreis. Diese trägt unter anderem auch die digitale Synode, das wichtigste und höchste demokratische Gremium im Kirchenkreis! 

Bei der Wahl der Stellvertretung für den Superintendenten wurde das bestehende Team, Pfarrerin Martina Steffen-Elis und Pfarrer Florian Kunz, erwartungsgemäß in ihren Ämtern bestätigt. Martina Steffen-Elis macht diese Arbeit mit 50 % Stellenumfang, Florian Kunz mit 25 %.

Auch die Satzung des kreiskirchlichen Haushaltsausschusses wurde bestätigt, ebenso wie seine Mitglieder, zwei Synodale aus jeder Gemeinde sowie der Superintendent und Klaus Meinig für den Kirchenkreis. Die Leitung wird Klaus Meinig weiterführen. 

Für die Wahlen für den Kreiskirchenrrat wurden bereits weitere Kandidat*innen nominiert. Die eigentliche Wahl wird allerdings erst am Sonnabend stattfinden. Mit einem kurzen Segenswort beendete Superintendent Michael Raddatz gegen 21.20 Uhr die Sitzung.