Ein Zeichen der Nähe und der Verbundenheit - Grußwort von Bischof Stäblein und Erzbischof Koch zum Ramadan

Ein Zeichen der Nähe und der Verbundenheit - Grußwort von Bischof Stäblein und Erzbischof Koch zum Ramadan


# Aktuelles
Veröffentlicht am Freitag, 24. April 2020, 13:31 Uhr
© ekbo

In einem Brief an die „muslimischen Brüder und Schwestern“ wünschen Bischof Dr. Christian Stäblein und Erzbischof Dr. Heiner Koch „eine friedliche und fruchtbare Feier des Ramadan und ein freudiges ‚Id al-Fitr‘!“ Der muslimische Fastenmonat beginnt am Donnerstagabend, 23. April 2020. Anbei finden Sie das Grußwort im Wortlaut:  

„Liebe muslimische Brüder und Schwestern,  

der Monat Ramadan ist dem Fasten, dem Gebet und dem Almosengeben gewidmet. Er ist zugleich ein Monat, in dem die geistlichen Bande, die durch die Begegnungen und durch die Freundschaft zwischen Christinnen und Christen sowie Musliminnen und Muslimen geknüpft worden sind, weiter gestärkt werden sollen. Zum Beginn des diesjährigen Ramadan ist es uns ein besonderes Bedürfnis, Ihnen auf diesem Wege ein Zeichen der Nähe und der Verbundenheit zu übermitteln, weil in der aktuellen Zeit der Krise nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit besteht, dass wir einander persönlich begegnen können.  

Für unsere Glaubensgemeinschaften ist die Feier von Gottesdiensten und das Beisammensein in Gemeinschaft von größtem Wert. Unter den besonderen Umständen dieser Tage sind wir herausgefordert, kreative Wege zu finden, um unsere Gemeinschaft weiterhin leben zu können und auch den Dialog untereinander nicht abbrechen zu lassen. Unser Glaube lädt uns ein, auf Gott zu vertrauen und von ihm die Hilfe und Kraft zu erbitten, die wir brauchen, um den Kranken zu helfen, den Einsamen nahe zu sein, die Sterbenden zu begleiten und all die gravierenden Aufgaben religiöser, sozialer und wirtschaftlicher Natur, vor denen wir stehen, zu meistern.  

Unsere Religionen laden uns ein, den Frieden zu stärken und zusammen für das Gemeinwohl zu wirken. Aus unserem je eigenen Glauben gewinnen wir dabei den Mut zur Vielfalt. Eine Kultur des Dialogs und des Füreinander ist uns wichtig. Immer wieder geht es darum, Brücken zu bauen, die für das Wohl des Miteinanders in Stadt und Land sehr bedeutsam sind.  

Von Herzen senden wir Ihnen geschwisterliche Grüße und wünschen Ihnen auch unter widrigen Bedingungen eine friedliche und fruchtbare Feier des Ramadan und ein freudiges ‚Id al-Fitr‘!“