Kreissynode: Beschlüsse zu Haushalts- und Stellenplänen

Kreissynode: Beschlüsse zu Haushalts- und Stellenplänen


# Aktuelles
Veröffentlicht am Mittwoch, 20. November 2019, 09:30 Uhr

Bericht von der Kreissynode Tag 1: Die letzte Kreissynode dieser Legislatur war am 15. und 16. November 2019 von wichtigen Weichenstellungen für das nächste Jahr geprägt: der Stellen- und Haushaltsplan für 2020 wurde verabschiedet und Martina Steffen-Elis als neue stellvertretende Superintendentin gewählt. Es gab Berichte aus dem Kitaverband Mitte-West, zur Gebäude- und Bauentwicklung sowie Informationen und einen Beschluss zur Zukunft des Geistlichen Zentrums.    

In seinem Bericht vor dem Kirchenparlament informierte Michael Raddatz über den vielfältigen personellen Wechsel in den vergangenen drei Jahren. Allein 17 Mitarbeiter*innen haben im  Kirchenkreis seit 2017 neu begonnen. Neu eingeführt wurden beim Synodengottesdienst Antje Dietrich als Kitafachberaterin und Sven Steinbach als kreiskirchlicher Mitarbeiter in der Arbeitsstelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Veränderungen gibt es auch in den Gemeinden: die von der Kreissynode im Frühjahr 2019  beschlossenen Grundlinien zur Arbeit in den GKR wurde mittlerweile von sechs Gemeindekirchenräten angenommen und angepasst, weitere sieben Gemeindekirchenräte haben beschlossen, mit dem neu gewählten Gremium diese Grundlinien anzupassen.

„1000 gute Ideen sind es, die oft auch umgesetzt werden“, sagt Superintendent Raddatz mit Blick auf den Kirchenkreis und die Gemeinden. Diese würden das gute Außenbild von Tempelhof-Schöneberg als einem „Ermöglichungskirchenkreis“ tragen.

Themen der Zukunft sind das Bauen und die Gebäudeentwicklung im Kirchenkreis, die Zusammenarbeit von Gemeinden und Kirchlichem Verwaltungsamt sowie einheitliche Vereinbarungen, wie die Steuerungsgruppen der Gemeinden in Zukunft mit einheitlichen Standards  arbeiten können.

Der Kirchenkreis hat mit den Entsendungsdienststellen für Theresa Brückner und Tilman Reger erfolgreich neue Arbeitsfelder in den Blick genommen. Zusammen mit der Theologie der Stadt bilden sie nun ein Team, das sich den aktuellen Entwicklungen in der Stadt Berlin widmet.   

Dabei ist der in der Apostel-Paulus-Kirche begonnene interreligiöse Dialog ebenfalls ein neuer Schwerpunkt, deren Veranstaltungen vor allem von jungen Menschen unter 30 Jahre besucht werden. Das Gespräch und die Erfahrungen in den kulturellen Grenzgängen sind dabei eine Basis für die Zukunft, in Zeiten, wenn die gesellschaftliche Ausgrenzung und Abgrenzung schroffer wird. Mit federführend bei diesem interreligiösen Dialog ist Pfarrerin Martin Steffen-Elis, die von der Synode mit großer Mehrheit als  stellvertretende Superintendentin gewählt wurde. Sie ist nun im Leitungsteam neben Superintendent Raddatz und seinem Stellvertreter Florian Kunz Nachfolgerin von Julia Guth. Größere Debatten kamen bei den Beratungen über den Stellenplan auf. Drei Vermerke, die in Zukunft einen Stellenwegfall, sogenannte KW-Vermerke, markieren, wurden insbesondere mit Blick auf die Arbeit mit Kindern kritisch diskutiert. Der Antrag des Kreisjugendkonventes den Beschluss zum Stellenplan zu verschieben, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt und die Synode beschloss den Stellenplan 2020 mit großer Mehrheit bei sechs Gegenstimmen.

Auch dem Jahresabschluss für 2018, der 10,4 Millionen umfasst, wurde mit großer Mehrheit zugestimmt und ein Kollektenplan für 2020 von der Synode beschlossen. Der Wechsel des Geistlichen Zentrums für Demenz zum Januar 2020, das der Kirchenkreis in Zukunft gemeinsam mit der Johannesstift-Diakonie in den Räumen in der Elisabeth-Klinik betreiben wird, bleibt weiter regional verankert, sagt Begründer Ulrich Kratzsch.