Älter werden in Tempelhof-Schöneberg: Synode trifft Stadträtin Kaddatz

Älter werden in Tempelhof-Schöneberg: Synode trifft Stadträtin Kaddatz


# Aktuelles
Veröffentlicht am Montag, 18. März 2019, 16:00 Uhr

Am ersten Tag der Synode gab es viele neue Erkenntnisse über den Bezirk: Sozial-, Bildungs- und Kulturstadträtin Jutta Kaddatz legte in ihrem Referat das Augenmerk auf die Veränderungen in Tempelhof-Schöneberg. In einzelnen Regionen wächst die Bevölkerung kräftig und damit wächst auch die Nachfrage nach Kitas, Schulplätzen, sozialen Treffpunkten und  Kultureinrichtungen. „Evangelische Gemeinden sind hier ein wichtiger Partner“, betonte die Stadträtin.

Neben Veränderungen durch die wachsende Stadt Berlin ist Tempelhof-Schöneberg in einem weiteren Veränderungsprozess: Der Bezirk altert. 72.000 Menschen, etwa 20 Prozent der Bevölkerung von Tempelhof-Schöneberg sind über 65 Jahre alt und leben überwiegend in den Sozialräumen Mariendorf, Lichtenrade und Marienfelde. Der Bezirk reagiert auf diese demografischen Veränderungen mit der „Altenhilfeplanung“, die inzwischen ämterübergreifend als Querschnittsaufgabe verstanden wird.  

Wohnen im Alter, Sport und Gesundheit, Kultur, Pflege und Mobilität, Altersarmut und Teilhabe - bei diesen Themen sieht das Bezirksamt besonderen Handlungsbedarf. Grundlage dafür ist der 7. Altenhilfebericht. Die Teilhabe für ältere Menschen, die es in unserem Bezirk geben soll, fordert dazu auf, Netzwerke zu bilden und die Rahmenbedingungen für das Älter werden im Bezirk ressortübergreifend im Bezirksamt zu organisieren. Auch hier sehen die Stadträtin und die Synode viele Kooperationsmöglichkeiten.  

Synode beschließt Prüfauftrag   

Das zweite Thema des Abends war dem schon vor Monaten begonnenen Bratungsprozess zum geistlichen Zentrum gewidmet. Die mit dem Thema befasste Resonanzgruppe erarbeitete ein Konzept für das geistliche Zentrum in Kooperation mit der Paul-Gerhardt Diakonie. Alltagsbegleitung für Menschen mit Demenz und deren Angehörige sowie spirituelle Zugänge, um die Betroffenen zu unterstützen, sollen in Zukunft dem Bezirk und allen  mit dem Thema befassten Trägern zugänglich gemacht werden.

Die Synode stimmt bei einer Enthaltung der Beschlussvorlage der Resonanzgruppe zu, einen Prüfauftrag auszusprechen für ein Konzept, das den Dreiklang aus Hilfe für Erkrankte, Seelsorge für die Angehörigen und Fortbildungen für Pflegende stärkt.